Anhang G10


Bewertung der Anschläge in Nizza, 14. Juli 2016


[Auszug aus dem Buch von Elias Davidsson „Psychologische Kriegsführung und gesellschaftliche Leugnung: Die Legende des 9/11 und die Fiktion der Terrorbedrohung“, Zambon Verlag, Frankfurt a.M, 2017. Die Befunde in diesem Abschnitt basieren teilweise auf der hervorragenden Vorarbeit von Richard K. Breuer und woodybox.]


Folgende Bewertung beruht auf den zehn Kriterien zur Unterscheidung zwischen authentischen und verdeckten Staats terrorismus, die sich hier befinden.


Die offizielle Darstellung der Ereignisse von Nizza: Am Abend des 14. Juli 2016 befanden sich im Rahmen der Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag etwa 30.000 Menschen auf der Strandpromenade von Nizza, um von dort aus ein Feuerwerk zu beobachten. Gegen 22:45 Uhr fuhr ein Attentäter mit einem großen weißen Lkw auf die für den Verkehr gesperrte Strandpromenade und versuchte auf einer Strecke von etwa zwei Kilometern, so viele Menschen wie  möglich zu überfahren. Er soll in der Nähe des Hotels Negresco mehrfach auf drei Polizisten geschossen haben. Nach etwa 300 Meter blieb der Lkw stehen. Die Polizei soll den Fahrer durch Schüsse tödlich getroffen haben. Er wurde auf dem Beifahrersitz tot aufgefunden.1 Im Lkw wurden unter anderem eine Pistole des Kalibers 7,65 mm, Patronenhülsen und unbenutzte Patronen, mehrere Gewehr-Attrappen sowie eine nicht funktionsfähige Granate gefunden, ebenso ein eingeschaltetes Mobiltelefon sowie sein Führerschein und seine Kreditkarte. Bei dem Anschlag wurden 85 Menschen aus 21 Nationen getötet und mehr als 300 weitere zum Teil schwer verletzt. Der Täter wurde als Mohamed Salmene Lahouaiej Bouhlel identifiziert. Nach Angaben der ermittelnden Behörden war er als Kleinkrimineller polizeilich bekannt und wenige Monate vor dem Attentat wegen einer gewalttätigen Auseinandersetzung zu einer 6-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Lahouaiej Bouhlels Vater berichtete, dass sein nichtreligiöser Sohn früher wegen psychischer Probleme ärztlich behandelt worden sei. Seit 2005 lebte er in Frankreich und besaß eine gültige Aufenthaltserlaubnis. 


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Abb. 26: Mohamed Salmene Lahouaiej Bouhlel


#1 (Bekennermeldung): Der Täter hinterließ kein Bekennerschreiben und stellte keine Forderungen. Keine authentische Organisation bekannte sich zu der Tat. Der Vizedirektor der Redaktion von Paris Match, Régis Le Sommier, „twitterte“ um Mitternacht, dass der „Islamische Staat“ sich zum Anschlag in Nizza bekannt habe. David Thomson erwiderte innerhalb von 30 Minuten auf Twitter, dass der IS sich „zur Zeit“ noch nicht zur Tat bekannt habe. Le Sommier betonte um 01:25 Uhr nachts, dass ihm die Bekennermeldung als sehr „offiziell“ erschien, sonst hätte er darüber nicht berichtet.2 Ob es sich hier um ein politisches Spiel gehandelt hat, um die Glaubwürdigkeit von David Thomson als eines kompetenten Begutachters von IS-Meldungen zu erhärten, sei dahingestellt. Einen Tag später meldete sich wieder David Thomson mit einem „wahren“ Bekennerschreiben des Islamischen Staates. Die dem Islamischen Staat „nahestehende Agentur Amaaq“, die sich ihrerseits auf eine „Sicherheitsquelle“ berief, beschrieb Mohamed Bouhlel als „ein Soldat des Islamischen Staates.“3 Wie üblich, konnte Rita Katz, Leiterin von SITE Intelligence Center bei Washington – die anscheinend gute Kontakte zum Islamischen Staat pflegt – sofort von der jubelnden Reaktion der Dschihadisten zu den Anschlägen in Nizza berichten: 


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Von der dubiose Rolle von SITE und der fiktiven Gestalt von Amaaq (oder Amaq oder Amak) war bereits im Kapitel 14 Abschnitt 2 die Rede. ---> 10 Punkte.


#2 (Tod des oder der Täter):   Der Lastwagenfahrer wurde von der Polizei erschossen. Damit wurde der französische Staat von der Pflicht befreit, die Tatumstände und die Motive des Täters in einem Gerichtsverfahren festzustellen. Keine Abbildung des Lastwagenfahrers während der Fahrt oder nach seiner Tötung wurde veröffentlicht. ---> 10 Punkte.


#3 (Platzierung oder Manipulation von Beweisen): 


(a) Anfänglich berichtete Christian Estrosi, Präsident der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur  und ehemaliger Bürgermeister von Nizza (von dem noch häufiger die Rede sein wird), dass im Lastwagen „schwere Waffen“4 bzw. „ziemlich mächtige und betriebsbereite Waffen“ gefunden wurden.5 Später berichtete die Polizei, dass sie im Lastwagen nur „eine funktionsunfähige Granate und Feuerwaffen-Attrappen“ gefunden hatte.6 Laut Die Zeit fanden die Beamten in dem Lastwagen „eine automatische Pistole vom Kaliber 7.65, ein Magazin mit 75 Patronen und eine weitere automatische Pistole, dazu zwei Sturmgewehre und eine Handgranate, [...] ein Handy, einen Führerschein und eine Bankkarte.“ Laut NZZ wurde im Lastwagen auch ein Pass gefunden.7 Es gab keine Erklärung für dieses merkwürdigen Sammelsurium von bizarren Beweisen. Islamistische Terroristen hinterlassen angeblich oft Personalausweise am Tatort, um den „Ungläubigen“ die Ermittlungsarbeit zu erleichtern (9/11, London, Charlie-Hebdo und Bataclan lassen grüßen).


(b) Laut Daily Mail soll die Familie von Mohammed Bouhlel in Tunesien von ihm unerwartet eine Überweisung von ungefähr 100.000 € vor den Anschlägen erhalten haben. Das Geld soll von einem Freund persönlich überbracht worden sein. Sein Bruder Jabeur erklärte am 17. Juli, dass die Nachricht der Daily Mail erfunden sei. Er fügte hinzu, dass sein Bruder zwei Stunden vor den Anschläge telefoniert hätte und erzählte, dass er an den Feierlichkeiten zum 14. Juli teilnehme.8


(c) Als Beweise für Bouhlels mutmaßliche Planung der Anschläge erklärten die Ermittler, dass auf seinem Handy Fotos von den Feierlichkeiten zum 14. Juli des vorigen Jahres in Nizza gefunden worden seien. Staatsanwalt François Molins berichtete seinerseits, dass am 25. Mai 2015 Bouhlel ein Foto von einem Beitrag über die Droge Captagon auf seinem Handy gespeichert hatte. Diese Droge würde oft von Dschihadisten in Syrien und Irak benutzt, erklärte er.9 Die Polizei soll auch auf seinem Computer Bilder von Leichen, von Osama bin Laden, Mokhtar Belmokhtar, von einer Fahne des Islamischen Staates, eine Titelseite der Zeitschrift Charlie Hebdo und Links zu dschihadistischen Webseiten gefunden haben.10 Er soll sich acht Tage vor den Anschlägen einen Bart habe wachsen lassen.11 Hatte ihn jemand beauftragt, als Islamist bei seiner Tat in Erscheinung zu treten, oder waren diese Geschichten erlogen?


Es sei daran erinnert, dass Bouhlel keine Moscheen besuchte, den Ramadan nicht einhielt, Drogen einnahm, Schweinefleisch aß und ein wildes Sexleben mit beiden Geschlechtern betrieb.12 So liegt es nahe, dass zumindest ein Teil der gefundenen Gegenstände von der Polizei platziert oder die Geschichte der gefundenen Gegenstände erfunden wurde, um eine Legende des „Islamisten“ Bouhlel zu konstruieren, da sonst seine mutmaßliche Tat nicht nachvollziehbar und politisch unbrauchbar gewesen wäre. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung war nur die Polizei anwesend.13  ---> 5 Punkte.


#4 (Verehrung des oder der Täter):  Die Straftat wurde weder von seiner Familie, Freunden oder seiner Umgebung begrüßt. Laut Le Parisien soll ein nicht identifizierter „Islamist“ mit einem langen Bart und mit einem Turban bedeckt erklärt haben: „Wir freuen uns auf den Anschlag in Nizza.“ Dieses Bekennervideo wurde von der berüchtigten US-amerikanischen Firma SITE Intelligence Center „beglaubigt“ und verbreitet.14  ---> 10 Punkte.


#5 (Altbekannter der Polizei):  Der Polizei war Bouhlel seit langem bekannt. Es wurde schon fünfmal zwischen 2010 und 2016 gegen ihn wegen banaler Straftaten – wie Diebstahl, Drogendelikten, Gewalttaten und Nötigung –  ermittelt.15 Die Behörden betonten, dass er nicht als Islamist bekannt war.16  ---> 5 Punkte.


#6 (Öffentliche Untersuchung): Eric Ciotti, Abgeordneter des Department Alpes-Maritimes17 und die Partei der Republikaner (Parti des Républicains)18 fordern eine parlamentarische Untersuchung, die sich allerdings nur auf mutmaßliche Sicherheitspannen konzentrieren soll. Keine französische Partei oder Vereinigung hat bisher eine vollständige und transparente Aufklärung der Ereignisse gefordert.  ---> 10 Punkte.


#7 (Verschleierung, Unterdrückung von Fakten):  


(a) Sandra Bertin, Leiterin des Zentrums der städtischen Überwachung (Centre de supervision urbain) in Nizza, beklagte sich öffentlich, dass das französische Ministerium des Inneren sie unter Druck gesetzt hätte, einen Bericht über das Polizeiaufgebot in Nizza am 14. Juli zu fälschen und Aufnahmen aus 140 Sicherheitskameras vom Abend des 14. Juli zu löschen, die die Bewegungen des tödlichen Lastwagens zeigten.19 Ob hier eine ehrliche und mutige Polizistin gegen die Verdunkelung agierte, wie sie von manchen Medien vorgestellt wurde, sei dahingestellt, da sie auch sonst nicht sehr präzise mit den Fakten umging. Sie sagte z.B. in einem Interview, dass der Lkw mit 90 km/h auf der Promenade gerast wäre,20 ohne zu erwähnen, dass er zumindest teilweise mit weniger als 30 km/h gefahren sei.  Damit versuchte sie den falschen Eindruck zu erwecken, dass niemand dem Lkw wegen dessen großer Geschwindigkeit entweichen hätte können. Auch sonst trug sie nur wenig zur Aufklärung des Tathergangs bei.


(b) Die offizielle Darstellung verschweigt, dass eine Anzahl der Opfer von der in Panik geratenen Menschenmenge zertrampelt worden sind. Zu diesem Sachverhalt haben sich mehrere Zeugen geäußert.21 Ein TV-Sprecher auf Europe Nr. 1 erklärte den Zuschauern: “Wir werden [später] erfahren, wer die indirekten Opfern waren, d.h. die Kinder, die wahrscheinlich [...] die Hände ihrer Eltern losließen und leider von der Menschenmenge zertrampelt wurden. Sie erhielten eine andere Art von Verletzungen.”22 Über die Zahl der durch die in Panik geratene Menge Verletzten und ihren Schicksalen haben sich die Behörden mit keinem Wort geäußert.


(c) Die offizielle Darstellung verschweigt auch die Zahl und die Identität der Personen, die von Schüssen getroffen wurden. Nach Angaben von Christian Estrosi haben ihm Polizeibeamte mitgeteilt, dass aus dem Lastwagen auf die Menschenmenge geschossen wurde.23 Ein Zeuge namens Andy McArdy berichtete auf LBC Radio in Großbritannien, dass die meisten von denen, die vor seine Augen starben "durch Maschinengewehrfeuer getötet“ wurden. Vom Lastwagen aus, sagte er, wurde entlang der Promenade „den ganzen Weg“ auf Meeres Seite des Fahrzeugs geschossen: „Die Menschen fielen um wie Bowling-Kegel.“24 Joëlle Nouvel (60), eine ehemalige Diplomatin äußerte gegenüber der New York Times, dass der Fahrer auf die Polizei und auf die Menschenmenge schoss.25 Valéry Hache, ein Fotograf von Agence France Presse, berichtete: „Hunderte von Menschen liefen in alle Richtungen. Einige schrien. Andere weinten. ‚Terroristen! Das sind Terroristen! Sie schießen!“26 Ein junger Arzt des Hôpital Pasteur, der sich nur als Grégoire vorstellten wollte, erzählte, er hätte auch Patienten mit Schussverletzungen behandelt.27 Die Augsburger Allgemeine berichtete ihrerseits, dass „Passanten [...] durch Schüsse verletzt worden“ sind und das „[i]m Lastwagen [...] nach ersten Angaben ein Waffenarsenal gefunden“ wurde.28 


Ursprünglich berichtete Christian Estrosi, dass schwere, betriebsbereite Waffen im Lastwagen gefunden worden sind, was die These der Erschießung erhärtet. Diese Nachricht verschwand aber kurz danach und wurde durch eine neue Version ersetzt, nämlich dass ein ganzes Sammelsurium unbrauchbarer Waffen im Lastwagen gefunden wurde. Die neue Version wurde von Medien in Windeseile verbreitet, um den Verdacht zu zerstreuen, dass auf die Menschenmenge geschossen wurde. 


(d) Der Lkw soll laut 20 minutes mehrere Stunden vor den Anschlägen in einer engen Seitenstraße in der Nähe der Promenade geparkt haben.29 Laut Daily Express soll Bouhlel neun Stunden im geparkten Lkw auf der Promenade gewartet haben.30 Laut Informationen des Staatsanwalts François Molins stieg der Fahrer um 21:32 Uhr in seinen Lastwagen im Bezirk Auriol (“quartier Auriol”) ein,31 wo der Lkw geparkt war.32 Laut der Regionalzeitung Nice-Matin befindet sich der Bezirk Auriol im östlichen Teil von Nizza.33 Auf Anfrage hat mir die Touristenbehörde der Stadt Nizza am 16. September 2016 mitgeteilt, dass „quartier Auriol“ nicht existiere! Der Begriff „quartier Auriol“ wird im Internet merkwürdigerweise nur in Beziehung zu dem Ereignis des 14. Juli erwähnt. Es ist erstaunlich, dass niemand die genaue Parkstelle des Lkw herauszufinden versuchte. Ich habe an die Journalistin Aurore Malval bei Nice-Matin am 18. September 2016 geschrieben und gefragt, wo sich eigentlich der Bezirk Auriol  befinde. Eine Antwort erhielt ich nicht. 


Da der Fahrer angeblich seinen Lkw gemäß Videoaufzeichnungen um 21:32 Uhr im Bezirk Auriol bestieg und bis 22:30 Uhr aus Sicherheitsvideos verschwunden war, drängt sich die Frage auf, wo sich der Lkw in der Zwischenzeit befand. Warum scheuen sich die Behörden, diesen einfachen Tatbestand zu erklären?34


(e) Erstaunlich und unerklärbar sind die erheblichen Widersprüche über die Zeit des Anschlages. Nice-Matin,35 Die Welt,36 und L‘Est Républicain (Regionalzeitung Nancy),37 meldeten, dass der weiße Lastwagen kurz nach 22:30 Uhr auf dem abgeriegelten Teil der Promenade auftauchte und innerhalb von drei Minuten in eine Menschenmenge raste. Auch auf Twitter erschienen die ersten Zeugenmeldungen über den Angriff kurz nach 22:30 Uhr.38 Laut einer Chronologie, die die Wochenzeitung L‘Obs (früher Le Nouvel Observateur) am 26. Juli zusammenstellte, soll der Lastwagen in die Promenade genau um 22:32:33 Uhr eingedrungen und um 22:35:47 Uhr zum Halt gezwungen worden sein.39 Der ganze Ablauf – mit 85 Toten und mehr als 300 Verletzten – soll also genau 3 Minuten und 14 Sekunden gedauert haben. Laut Ministerialrat Anthony Borré "vergingen [nur] 45 Sekunden zwischen der Zeit, als der mutmaßliche Täter in die verbotene Zone [mit dem Lastwagen] eindrang und bis er erschossen wurde."40 Die SWR-Reporterin Janine Konopka meldete in der Tagesschau aus Nizza, dass der Lastwagen seine Todesfahrt ziemlich genau um 22:25 Uhr beendet hätte, also 10 Minuten früher als von anderen Quellen gemeldet.41 Sie wurde, übrigens von Le Figaro-TV interviewt, als wäre sie eine zufällige Passantin und behauptete, dass der Lkw ihr erschien, als rase er mit 200 km/h.42 Dass weder ihr Name noch ihr journalistischer Hintergrund erwähnt wurde, ist erstaunlich. Ich bat Frau Konopka schriftlich, ihre Zeitangabe (22:25 Uhr) zu bestätigen und bot ihr an, mich mit ihr zu treffen, bekam aber keine Antwort.43


Einige Medien gaben an, der Angriff hätte sich um 22:45 Uhr geeignet, so z.B. Le Monde,44 Le Parisien,45 der Sender Europe Nr. 1 46 und gelegentlich der deutsche Journalist Richard Gutjahr.


Eine ganz andere Zeit meldete am Morgen des 15. Juli um 05:40 Uhr auf ARD Richard Gutjahr, der das einzig glaubhafte Video des fahrenden Lastwagens gedreht hatte. Er sagte, er hätte das Fahrzeug „kurz nach 23:00 Uhr“ gefilmt.47 In einer späteren Sendung am selben Tag präzisierte er: „Es war genau 23 Uhr und 7 Minuten. Das Feuerwerk war gerade zur Ende gegangen.“ Die Zeitangabe „gegen 23 Uhr“ wurde von zahlreichen Medien angegeben, u.a. vom BBC,48 Ouest-France49 und Le Figaro.50 Die Redaktion der Süddeutschen Zeitung ihrerseits veröffentlichte folgende Anmerkung: „In einer früheren Version hieß es, dass Richard Gutjahrs Video in Nizza um kurz nach 23 Uhr gefilmt wurde. Richtig ist: Das Video wurde kurz nach 22:30 Uhr gedreht. Der Artikel wurde entsprechend aktualisiert.“51 Richard Gutjahr selbst hat diese Korrektur nicht bestätigt.


Merkwürdigerweise gibt es keine offizielle Chronologie über den Ablauf der Ereignisse in Nizza. Die französischen Behörden haben bis heute nicht die genaue Zeit des Anschlages feststellen wollen. Die hier angeführten Widersprüche können kaum einem Irrtum zugeschrieben werden, denn eine genaue Bestimmung der Tatzeit – bis auf die Sekunde genau – hätte von Behörden und Journalisten sehr leicht festgestellt werden können.52 Soweit bekannt ist, haben weder Richard Gutjahr noch Janine Konopka ihre ursprünglichen und widersprüchlichen Zeitangaben zurückgezogen. Haben sich hier vielleicht zwei unterschiedliche Ereignisse abgespielt, deren Vertuschung politisch gewollt ist? 


(f)  Wenn Menschen bei Terroranschlägen sterben, darf man davon ausgehen, dass die Angehörigen die genauen Umstände des Todes ihrer Geliebten wissen wollen. Wenn der Staat aber die Wahrheit über die Ereignisse vertuschen will, stellt der natürliche Wunsch der Angehörigen nach der Wahrheit ein Problem dar. Dieser Wunsch wird üblicherweise durch Bestechung reduziert bzw. unterdrückt. Die „Großzügigkeit“ der US-amerikanischen Behörden gegenüber den Angehörigen der Opfern von 9/11 und die Beförderung von führenden Militärs, die die Sicherheit der USA am 9/11 nicht verteidigten, zeigt, wie eine Regierung die Schweigsamkeit von Terroropfern kauft (siehe Kapitel 10). Aus den Reihen der US-amerikanischen Angehörigen hat es kaum jemand gewagt, die öffentliche Darstellung des 9/11 in Frage zu stellen. 


Hat sich etwas Ähnliches in Bezug auf Nizza ereignet? Das scheint der Fall gewesen zu sein. Schon am Morgen des 15. Juli, noch bevor die Ermittlung begonnen hatten, lobte Frankreichs President François Hollande die französischen Sicherheitskräfte – die einen tödlichen Lkw auf der Promenade durchließen – weil sie „alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Feuerwerkschau trafen.“53 Mit verlockenden Entschädigungssummen wird das Schweigen der Angehörigen der Opfern erkauft. Zahlungen sollen zweistellige Millionensummen („des dizaines de millions d‘euros“) erreichen, sagte in Mai 2016 Guillaume Clerc vom FGTI („Fonds de garantie des victimes des actes de terrorisme“), damals in Bezug auf die Terroranschläge bei Charlie-Hebdo und Bataclan.54 Das Verfahren zur Bestimmung der Auszahlung ist weder einheitlich noch transparent. Jeder Antrag wird individuell bearbeitet und entschieden. Die endgültige Summe ist oft das Resultat einer intensiven Verhandlung, in der Anwälte involviert sind.55 Damit besitzt der Staat wirksame Mittel, um das Schweigen jener zu gewährleisten, die potentiell die öffentliche Darstellung der Ereignisse in Frage stellen könnten. Da das Verfahren einige Jahren dauern kann, ist es im Interesse der Angehörigen, keine Fragen zu stellen und keine Aufklärung zu fordern. ---> 10 Punkte.


#8 (Vorherwissen):  Wie bereits erwähnt, hatte Richard Gutjahr die einzige, veröffentliche und glaubhafte Videoaufnahme des fahrenden Lastwagens gedreht. Diese wurde weltweit in Fernsehsendungen gezeigt und befindet sich auf zahlreichen Webseiten und auf Youtube. Er selbst wurde mehrmals von Leitmedien über seine Erlebnisse in Nizza interviewt. Verblüffend ist, dass es gerade einen Journalisten (Richard Gutjahr), der zufällig in Nizza Urlaub machte, gelungen war, den Lastwagen beim Vorbeifahren zu filmen. Hier ist seine eigene Erklärung dafür: 


Ich stand auf dem Balkon meines Hotelzimmers. Das Feuerwerk zum Nationalfeiertag war gerade vorüber. Plötzlich rollte ein weißer Lkw vorbei. Das passte nicht ins Bild, denn die Straßen waren für alle Fahrzeuge gesperrt. Der Lastwagen fuhr sehr langsam, einige Leute haben gebrüllt. Es wirkte eigenartig, deshalb habe ich angefangen, mit meinem Handy zu filmen. Ein Motorradfahrer fuhr an den Lkw heran und versuchte vergeblich, während der Fahrt die Fahrertür zu öffnen. Das war wie in einem Kinofilm. An der Kreuzung haben Polizisten das Feuer eröffnet, dann hat der Fahrer Gas gegeben und die ersten Menschen überfahren. Ob wegen der Schüsse oder ob er es genauso geplant hat, kann ich nicht beurteilen. Das wäre Spekulation.56


Er sagte auch: „Den ganzen Donnerstag [14. Juli] über fuhren hier Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Militär durch die Straßen. Es war ein Riesenspektakel. Daraus ist am späten Abend schrecklicher Ernst geworden.“57 Waren Polizei, Feuerwehr und Militär auf ein Ereignis vorbereitet?


Ob Richard Gutjahr etwas ahnte, sei dahingestellt. Es ist aber bemerkenswert, dass er immer im richtigen Moment am richtigen Ort auftaucht. Er flog Ende Januar 2011, ohne Auftrag einer Zeitungsredaktion von seinem zweiten Wohnort Tel Aviv nach Kairo,58 um über den CIA-finanzierten Aufstand am Tahrir-Platz zu berichten.59 Er war auch bei den Anschlägen in München am 22. Juli 2016 an Ort und Stelle. Auch seine Tochter Thamina Stoll hatte Glück. Ihr gelang es, die fliehenden Menschen aus dem OEZ während des Münchner Anschlages zu filmen und ihre Aufzeichnung an die Weltmedien zu verkaufen.60


War es auch ein Zufall, dass mindestens 17 Journalisten in Nizza Urlaub machten, die meisten von ihnen am Tatort während des Anschlages sich befanden und über den Anschlag berichten konnten? Es waren: Adrian Brijbassi (kanadischer Journalist);61 David Coady (ABC-Australia, NPR);62 Susanne Freitag (ZDF);63 Joakim Frøsig-Andersen (dänischer Journalist);64 Richard Gutjahr (deutscher Journalist);65 Robert Holloway (Agence France Presse);66 ein weiterer, nicht identifizierter Korrespondent von Agence France Presse;67 Anna Kessler (Bild Zeitung);68 Janine Konopka (SWR);69 Michaël Lefèbvre (RTL);70 Fatima Manji (Channel 4 News);71 Alain Marschall (BMF-TV);72 Marie-Estelle Pech (Le Figaro);73 Yohan Roblin (LCI / TF1);74 Karin Senz (SWR);75 Ben Terry (ohne Angabe);76 Maryam Violet (iranische Journalistin).77  Was trieb sie alle nach Nizza gerade an diesem Tag? Wann haben sie sich entschieden, nach Nizza zu fahren? Wurden sie von ihren Redaktionen dahin geschickt? Ihr Schweigen darüber ist beunruhigend.


Die angeführten Zufälle deuten auf eine Erwartung eines Ereignisses seitens der Polizei und der Medien hin. ----> 10 Punkte.


#9 (cui bono):  Frankreichs Staatspräsident François Hollande behauptete innerhalb von vier Stunden, als noch keine Indizien einer Verschwörung vorlagen, dass die “terroristische Eigenschaft der Ereignisse nicht bestritten werden kann.”78 Der Staatsanwalt Molins sagte seinerseits, dass die Aktion “ganz genau den ständigen Aufrufen der islamistischen Organisationen zur Ermordung [der Ungläubigen] entspricht.”79 Diese Äußerungen zeigen, wie die Politik die Richtung der Ermittlung bestimmte.


Kurz nach der Tat fällten die französischen Behörden radikale Entscheidungen. So wurde der Notstand in Frankreich sofort um drei Monaten verlängert.80 Es dauerten keine fünf Stunden seit dem Angriff, da erklärte François Hollande bereits:


Nach Paris im Januar 2015 und Saint-Denis im November letzten Jahres hat es nun Nizza getroffen. Ganz Frankreich ist vom islamistischen Terror bedroht. [...] Daher habe ich auf Vorschlag des Premierministers und gemeinsam mit den betroffenen Ministern – Verteidigung und Inneres – beschlossen, die Operation Sentinelle, im Rahmen derer 10.000 Soldaten zusätzlich zu den Gendarmerie- und Polizeikräften im Einsatz sind, weiter auf hohem Niveau zu halten. [...] Ich habe ferner beschlossen, zur Entlastung der Polizei- und Gendarmerie auf die zur Verstärkung sofort verfügbare Truppenreserve zurückzugreifen, das heißt auf all diejenigen, die bereits als Soldat gedient haben oder bei der Gendarmerie tätig gewesen sind. [...] [W]ir werden unser Vorgehen in Syrien und Irak noch verstärken.81


Noch bevor Hollande seine Rede an die Nation hielt, meldete sich Jean-Marie Le Pen, Gründer des Front National, zu Wort: „Über Krieg zu sprechen ist nicht genug, wir müssen jetzt alle Mittel des Krieges einsetzen. Die französische Nation ist in ihrer Existenz durch den islamistischen Terrorismus bedroht.“82 Dabei waren zumindest die Hälfte der Opfern in Nizza keine Franzosen und ein Drittel von ihnen waren Muslime.83


François Fillon, ehemaliger Premier Frankreichs sprach von einer „neuer Art eines Weltkrieges“, in welchem der „Totalitarismus des Islamischen Staates“ mit allen Mitteln bekämpft werden müsste.84 Ähnlich äußerte sich der Präsident der Republikaner Partei, Nicolas Sarkozy.85


In nicht so schrillen Töne wie Le Pen, aber inhaltlich noch ominöser, warnte der französische Premier Manuel Valls, dass die Nation noch lange mit einer ständigen Bedrohung des Terrorismus leben müsse: „Terrorismus wird Teil unseres täglichen Lebens für eine lange Zeit bleiben“, versprach er.86 Damit sollte die Bevölkerung auf die „Terrorgefahr“ eingestimmt werden und den Abbau der Freiheiten leichter verdauen.


Eine ganz andere Erklärung bot der US-amerikanische Publizist Paul Craig Roberts: Die Urheber der Anschläge in Paris und Nizza seien die USA und ihre Verbündeten innerhalb Frankreichs, die sich über die Unabhängigkeitsbestrebungen der Regierung Hollande gegenüber den USA Sorgen machen.87 Es wäre nicht das erste Mal, dass die USA Unabhängigkeitsbestrebungen einer fremden Regierung durch verdeckte und mörderische Operationen zu vereiteln versuchen.88 Daher scheint Roberts Erklärung insoweit plausibel. James Comey, Direktor des FBI, warnte seinerseits bei einer Anhörung vor dem Heimatschutz-Ausschuss des Repräsentantenhauses am Tag der Anschläge von Nizza, dass sich die Söldner des Islamisches Staates für den voraussichtlichen Zusammenbruch ihres Kalifats in Irak und in Syrien auf die Errichtung einer „Diaspora“ des Terrors, hauptsächlich in Europa, vorbereiten.89 Da islamistische Söldnertruppen seit mehr als 30 Jahren eine wichtige, aber verdeckte Rolle in der Außenpolitik der USA spielen (Afghanistan, Irak, Tschetschenien, Bosnien, Kosovo), stellt sich die Frage, ob die USA nun europäische Länder durch den Einsatz ihrer islamistischen Söldner destabilisieren wollen. 


Da der Sicherheitsrat internationalen Terrorismus als „eine der ernsthaftesten Bedrohungen des Friedens und der Sicherheit“ definierte (siehe Kapitel 13) und die Bekämpfung dieser Fiktion zu einem seiner Hauptziele erkoren hat, gaben die Ereignisse in Nizza dem Rat eine erneute Gelegenheit, diese verlogene Legende aufzuwärmen. Am 15. Juli hielt der UN-Sicherheitsrat zu Beginn seiner Sitzung eine Schweigeminute im Andenken der 84 Opfer von Nizza ab. Bei dem Treffen ging es eigentlich um die Lage im Irak.90 Für die mehr als eine Million Opfer der Wirtschaftssanktionen und Kriege im Irak – die von der Terrormacht USA ausgingen – fand der Rat bis heute keine Zeit für eine Schweigeminute. ---> 10 Punkte.


#10 (Zusätzliche Indizien): 


(a) Einige Augenzeugen sprachen von zwei bzw. mehreren Tätern. Um 23:50 Uhr meldete Le Figaro, dass laut einem ihrer Journalisten es bereits 40 Tote in Nizza gäbe, dass ein Verdächtiger erschossen wurde, und dass die Schützen auf der Flucht seien. Le Dauphiné meldete um 02:38 Uhr nachts, dass Zeugen im Sender BFM-TV von zwei oder drei Schützen berichteten, die auf die Menschenmenge zielten.91 Baï Parchoev aus Russland sagte, er verstehe nicht, warum man von nur einem Terroristen spricht: „Es waren zwei! Der eine fuhr den Lastwagen, der andere, auf dem Beifahrersitz, schoss.“92 Eine Anwohnerin „versicherte“ dem Internet-Nachrichtensender 20 Minutes, dass sie und ihre Kinder am Abend des 14. Juli zwei Männer „beim Lastwagen“ gesehen haben. Einer von ihnen hätte den Lastwagen geparkt und sich mit einem Fahrrad entfernt. Der zweite soll dann das Steuer des Lastwagens übernommen haben, als die Feuerwerkschau in Nizza losging. Die Frau soll von der Polizei vernommen worden sein.93


Im Internet kursiert ein Video, auf welchem man sehen kann, wie jemand an der hinteren Seite des Lastwagens auf dem Boden liegt, von Polizeibeamten geschlagen und dann wegtransportiert wird.94 War dieser Mann einer der Täter?


Die Behörden verwerfen reflexartig, was sie als unbewiesene Gerüchte auf Sozialen Netzwerken bezeichnen. Das mag unter Umstände stimmen.95 Staatsanwalt François Molins erklärte auf seiner Pressekonferenz am 15. Juli ganz entschieden, dass nur ein Mann in dem 19-Tonnener geortet wurde.96 Das genügt allerdings nicht, um die Indizien von mehreren Täter zu entkräften.


(b) Über den Einsatz von Rettungsfachpersonal berichteten die Medien sehr einsilbig. Mir ist es z.B. nicht gelungen herauszufinden, wann die Krankenwagen am Tatort ankamen. Vincent-Xavier Morvan, Journalist bei Le Figaro, meldete am 15. Juli um 08:52 Uhr morgens aus Nizza, dass die Leichen immer noch auf der Promenade lägen. Die Angehörigen der Todesopfer hätten aber noch keinen Zugang zu den Leichen.97 Richard K. Breuer erklärte in einer hervorragenden Analyse der Anschläge, wie sich eine Katastrophenbewältigung nach einem „Massenfall“ abspielt.98 Darüber schrieb er u.a.


Bei einem Massenanfall werden genau festgelegte Alarmierung- und Einsatzpläne für die Einsatzkräfte abgerufen. Es bildet sich eine Einsatzleitung, die die Koordination übernimmt und notwendige Ressourcen zuteilt.99


Tatsächlich wurde ein Massenanfall in Nizza in März 2016 mit Erfolg geübt.100 Wären die Anschläge in Nizza, so wie sie offiziell dargestellt werden, abgelaufen, müsste die Katastrophenbewältigung nach einem vorgeschriebenen und geübten Szenario ausgeführt worden sein. Davon war weit und breit nichts zu merken. 


Bei einem Massenanfall, so Richard K. Breuer, muss


[i]n der Regel [...] der Arzt innerhalb von wenigen Minuten zu einer Diagnose kommen und den Verletzten in die Kategorie Rot (akute Bedrohung/Sofortmaßnahme), Gelb (schwer verletzt/aufgeschobene Behandlung), Grün (leicht verletzt/spätere ambulante Behandlung) und Blau (ohne Überlebenschance/abwartende bzw. betreuende Behandlungsdringlichkeit) einteilen. Damit diese Einteilung nicht im Chaos untergeht [...], werden Verletztenanhängekarten ausgefüllt und an den unteren Extremitäten der Verletzten befestigt. [...] Ein Terroranschlag unterscheidet sich für die Notfall- und Katastrophenmedizin nicht von einem Zug-, Flugzeug- oder Schiffsunglück.101


Niemand hat darüber berichtet, dass solche Anhängekarten bei Verletzten und Leichen gesichtet wurden. Auf den Abbildungen der bedeckten Leichen kann man auch keine solche Karten sehen.


Zeugen berichteten, dass Verletzte und Leichen in Hotellobbys gebracht wurden. Janine Konopka sagte auf SWR, dass sie und ihre Mutter in einem Restaurant sich verschanzten und dass “die ganzen Verletzten, Schwerverletzten plus Tote alle dort untergebracht wurden.” Ein Mitarbeiter soll ihr gesagt haben, das Restaurant gliche einer Leichenhalle.  Die Diskothek High Club wurde schnell zu einem Feldlazarett umfunktioniert. Laut Eve, einer Bardame im High Club, wollte die Feuerwehr “das High als Spital errichten.” Sie sagte, sie hätte mitgeholfen, medizinisches Material und Bahren aus dem Lastwagen der Feuerwehr zu entladen. Das erste Stockwerk soll den Toten und das Erdgeschoss den Verletzten zuordnet worden sein.102 Laut BFM-TV sollen die Betten sogar durch Vorhänge separiert worden sein.103 Man dürfte wohl damit rechnen, dass die Aufstellung eines solchen Feldlazaretts einige Zeit beansprucht hatte. Die Feuerwehr kannte allerdings die Räumlichkeiten des Lokals, da die Feuerwehrleute drei Tage zuvor, am 11. Juli, ihre Jahresfeier darin abhielten.104 Zufall? Dem entgegen berichtete eine andere Quelle, dass die Leichen der Opfern von der Promenade erst am nächsten Morgen entfernt worden sind.105


Breuer stellte darauf berechtigte Fragen:


[W]er hat [die Schwerverletzte zum ‚Feldlazarett‘ gebracht? Mit welchen Hilfsmitteln? Unter Aufsicht eines Notfallarztes? Und wer hat die Patientenströme koordiniert, die Daten der Verletzten aufgenommen? Und was ist mit jenen, bei denen die Notfallmediziner den Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung hatten? Dann hätte es sechs Helfer (!) und spezielle Hilfsmittel wie Schaufeltrage und Vakuummatratze gebraucht. Ich erwähne es nur deshalb, damit Sie verstehen, dass Laien Verletzte nicht einfach irgendwohin schleppen können.106 


Weil es sich hier um ein Verbrechen handelte, so Breuer weiter,


müsste die Polizei den Schadensort in Arbeitssektoren einteilen, die Opfer dokumentieren, fotografieren, forensisch untersuchen und evtl. Leichenteile registrieren und mittels Nummern zuordnen. Ist das zeitnah geschehen? Nope. Man hat nur gleich mal Tischtücher über die (vermeintlich) Toten geworfen. Ist der Tatort gesichert worden? Nope. Die Fotos zeigen Laien, die untätig herumstehen oder telefonieren oder fotografieren oder filmen oder auf Zuruf durchs Bild laufen.107 Und die Polizei steht daneben.108


In der Regel muss ein Arzt den Tod einer Person feststellen. Ausnahmsweise darf Rettungsfachpersonal den Tod dann bestimmen, wenn bei den Opfern eindeutige Todesmerkmale gesichtet wurden, u.a. kräftige Totenflecken, Fäulnis, Totenstarre und mit dem Leben gänzlich unvereinbare Verletzungen (z.B. Enthauptung, Durchtrennung der Wirbelsäule im Halsbereich, vollständige Durchtrennung des Körpers, weitgehende Zerstörung des Gehirns).109 Wann und von wem wurde der Tod der mehr als 80 Opfer bestimmt? Welche Versuche der Wiederbelebung wurden an Ort und Stelle vorgenommen und von wem? Es ist merkwürdig, dass weder die Öffentlichkeit noch die Angehörigen der Opfer über diese aufwändigen Handlungen informiert wurden. Schon bevor Ärzte ankamen, wurden Leichen mit weißen Tüchern bedeckt.110 So soll z.B. Loïc Meccati, schon um 22:53 Uhr, also gerade 20 Minuten nach dem Angriff, mehr als sieben mit weißen Betttüchern bedeckte Leichen gesichtet haben.111 Wer maßte es sich an, Opfer ohne Genehmigung zu bedecken, bevor sie von einem Arzt für tot erklärt wurden? 


Ein Zeuge namens Julien Chauvel (35) sagte dem Sender 20-Minutes am 15. Juli etwas ganz Seltsames: "Ich sah einen zerdrückten Kopf, zerquetsche Torsos. Aber das ganze schien mir unecht. Ich hatte den Eindruck, es handele sich um Marionetten (“mannequins, des poupées désarticulées.”), wie Spezialeffekte in einem Film. Es gab fast kein Blut.” Die Toten und die Verletzten seien alle bewegungslos gewesen. “Ich habe den Blick einer Person gesehen, die noch am Leben und mit weit offenen Augen erschien, aber sich nicht bewegte”, sagte er.112 Er war übrigens nicht der Einzige, der von „Marionetten“ sprach und die Szene mit einem Film verglich. Wie soll man diese Beschreibung verstehen?


Christian Estrosi erklärte um 01:10 Uhr, dass Strandpächter zuerst am Ort der Tat eintrafen. Sie sollen die Verletzten mit Wasser versorgt haben und Servietten hinlegten, „wo keine Hoffnung mehr bestand.“113 Hat jemand die Strandpächter  ermächtigt, den Tod von Menschen festzustellen und sie dann zu bedecken? Oder waren es keine echte Strandpächter?


(c)  Die übereilten Meldungen über die Zahl der Toten ist auch verblüffend, denn es dauert normalerweise einige Zeit, bis der Tod von dutzenden Personen von zuständigen Fachkräften festgestellt werden kann. Wiederbelebungsversuche benötigen Zeit. Christian Estrosi twitterte schon um 23:25 Uhr, also höchstens 50 Minuten nach dem Anschlag: „Werte Bürger von Nizza, der Fahrer eines LKWs hat allem Anschein nach Dutzende Tote verursacht. Bleiben Sie vorerst zu Hause.“ Um 23:54, erklärte Sebastian Humbert, stellvertretender Präfekt des Department Alpes-Maritime im Sender BFM-TV, man befürchte ungefähr 30 Tote und 100 Verletzte.114 Vierzehn Minuten später, um 00:08 Uhr, sprach die Staatsanwaltschaft von Nizza von zirka 60 Toten, „fast alle“ in Beziehung zum rasenden Lastwagen stehend,115 wobei unterstellt wurde, dass einige aus „anderen“ Gründen gestorben seien. Es handelte sich hier entweder um eine verblüffend schnelle Feststellung des Todes von 60 Personen, ihrer Todesursachen und die Weiterleitung der Befunde an die Staatsanwaltschaft – alles innerhalb einer Stunde – oder die vorsätzliche Verbreitung von unwahren Tatsachen. Um 03:12 wurde schon von 80 Toten berichtet.116


(d) Der Chirurg Prof. Nicolas Venissac erzählte einem Journalisten von Le Monde, er staune über die „außergewöhnlich“ niedrige Zahl von Verletzten im Vergleich zur Anzahl der Toten.117 Ähnlich äußerte sich Patrice, ehemaliger Polizeibeamte und Augenzeuge. Laut Libération befand sich Patrice am Tatort kurz nach 23:00 Uhr. Er sagte gegenüber der Zeitung: “es gab mehr Leichen als Verletzte.“118 Trotz der großen Zahl von Anwesenden, davon Tausende Besitzer von Smartphones, gibt es nur sehr wenig Abbildungen von Verletzten, dagegen viele Abbildungen von bedeckten Leichen. Die Süddeutsche Zeitung erklärte diese Umstände folgendermaßen: „Von den Opfern gibt es nur wenige Bilder. Ein Grund dafür dürfte sein, dass fast alle Augenzeugen den Tatort rasch verlassen haben. Die Polizei - die wegen des Feuerwerks bereits am Ort war - sperrte das gesamte Gebiet schnell ab.“119  


Die Äußerungen von Prof. Venissac und Patrice stehen im Widerspruch zu den offiziellen Zahlen der Verletzten, die sich allmählich – und aus unerklärlichen Gründen –vervierfachte:  Um 00:25 Uhr (15. Juli) erklärte Sebastian Humbert, Präfekt des Department Alpes-Maritime, man befürchte etwa 100 Verletzte. Um 17:45 Uhr sprach Staatsanwalt François Molins in einer Pressekonferenz von 202 Verletzten, von denen 52 auf der Intensivstation und 25 von diesen sich im künstlichen Koma befänden. Am 5. August 2016 meldete Le Monde die Zahlen von 85 Toten und 434 Verletzten.120 Für die vierfache Steigerung der Anzahl der Verletzten gab es keine Erklärung. 


(e)  Es ist erstaunlich, dass die Medien vom Tod von vielen der Opfern nicht von ihren Familien, sondern von politischen Behörden, Universitätssekretariaten oder religiösen Persönlichkeiten erfuhren. Zum Beispiel „bestätigte“ eine nicht näher identifizierte Hochschule in Tallinn in Estland den Tod ihres Student Rickard Kruusberg. Kazakhstans Konsul Bolat Otegen „bestätigte“ den Tod von Lyubov Panchenko (59) und seiner Tochter Marina Panchenko (33). Die Gemeindeverwaltung von Agno im Tessin „bestätigte“ den Tod von Linda Casanova Siccardi (54). Der Geistliche Jan Antol, der kleinen polnischen Gemeinde Krzyszkowice, „bestätigte“ den Tod von Magdalena und Marzena Chrzanowska (21 und 20). Die Universität MacEwan in Edmondton, Kanada, „bestätigte“ den Tod ihres Student Mykhalo (Misha) Bazalevskyy (22). Der Präsident der Universität von Berkeley, Nicholas Dirks, bestätigte den Tod des Students Nicolas Leslie (20), der seit dem Abend des 14. Juli als „vermisst“ galt. Der Erzpriester der Domkirche von Nizza, Andrey Eliseev, „bestätigte“ den Tod von Igor Chelechko (47). Edith Blondel, stellvertretende Bürgermeisterin der französischen Gemeinde Puget-sur-Argens, „bestätigte“, dass André (17) und sein Onkel Bruno Villani, vermisst seien. Gérard Didelot, Bürgermeister von Herserange „bestätigte“ den Tod von François Locatelli (82), Christiane Locatelli (78), Michaël Pellegrini (28), Véronique Lyon (55), Gisèle Lyon (68) und Germain Lyon (63). Georges Civet, der Bürgermeister von Beaucroissant (Isère) erklärte, dass Adib Boushifa (51) in Nizza in seinem Rollstuhl gestorben sei und dass seine Frau Céline als vermisst gelte. Und so weiter. Die hier angeführten Daten stellen den Stand der Ermittlung vom 27. Juli dar.121 Laut dem Sender Europe-Nr.-1 vom 27. Juli, der sich auf das Außenministerium von Tunesiens beruft, galten am 27. Juli noch fünf tunesische Staatsbürger, die sich am Abend des 14. Juli  in Nizza befanden, als vermisst.122


(f) Beobachter haben ihre Erstaunen darüber geäußert, dass auf Abbildungen des Lastwagens keine Zeichen von Blut, Körperteilen oder Kleidungsfetzen zu sehen sind. Der Ort ist fast Menschenleer. Wo sind die Passanten? Sanitärer? die Polizei? Die folgende Abbildung wurde von der Tageszeitung Nice-Matin um 23:21 Uhr auf Twitter gepostet, also kurz nach dem Anschlag:

  


image-3-2.pngAbb. 27: Der Lastwagen vor die Ankunft des Rettungsfachpersonals


(g) Laut offizieller Darstellung sollen zwei Männer versucht haben, den Lastwagen zu stoppen. Sie sollen während der Fahrt des Lastwagens auf das Trittbrett auf der Fahrerseite gelangt sein, hätten mit dem Fahrer gesprochen und verwickelten ihn in Handgreiflichkeiten, bis er sie mit einer Pistole bedrohte. Für diesen selbstlosen Versuch den Lastwagen anzuhalten, wurden die Männer offiziell gelobt und geehrt.123 Es gibt aber gute Gründe, um ihre Erzählungen in Frage zu stellen.124


(h) New York Times125 und Le Monde126 berichteten, dass auf der Höhe des Hotels Negresco der Fahrer des Lastwagens auf drei Polizeibeamten Schüsse abgab. Auch der Abgeordnete Eric Ciotti bestätigte diese Schilderung.127 Mehrere Zeugen erklärten, dass der Fahrer Zick-Zack gefahren sei, um gezielt Menschen zu überfahren. Es ist schwer nachvollziehbar, dass der Fahrer den Lastwagen mit 90 km/h Zick-Zack fahren und gleichzeitig auf bestimmten Personen (Polizisten) schießen konnte. Wie konnte er überhaupt zwischen Polizisten und anderen Passanten unterscheiden oder gab es keine Passanten entlang seiner Strecke? Oder wurde vielleicht aus anderen Richtungen geschossen? 


(i) In einem Interview mit dem Handelsblatt am 15. Juli sagte Richard Gutjahr, er befand sich “zum Zeitpunkt des Anschlags [...] direkt an der Anschlagstelle und habe [vom Balkon seines Hotelzimmers] gefilmt, wie der Lkw auf die Menschenmenge zufährt.” Die Entfernung zwischen Hotel Westminster, in dem er wohnte und die Stelle, an der der Lastwagen anhielt, beträgt laut Google-Maps etwa 150 Meter. Die Videoaufzeichnung von Gutjahr zeigt, dass der Lastwagen nicht schneller als 20 km/h fuhr, als er vor seinem Balkon erschien. Gutjahr machte die folgende merkwürdige Aussage: 


Dann kam der Motorradfahrer, der versuchte, das Fahrzeug aufzuhalten. Da fuhr der Lkw noch Schrittgeschwindigkeit oder höchstens 30 km/h. Der Motorradfahrer fuhr sehr schnell und versuchte, während der Fahrt ins Fahrerhaus einzudringen, stürzte aber und wurde dabei überrollt, wie auch im Video zu sehen ist. Dann reagierten zwei Polizisten, die daneben standen [und] eröffneten das Feuer, mit sehr gezielten Schüssen auf die Fahrerkabine des Lkw. Danach begann der Zick-Zack-Kurs des Fahrers, bis er an der nächsten Straßenecke zum Stehen kam. Erst nach den Schüssen der beiden Polizisten begann das Blutbad. Dann waren wieder Schüsse zu hören, 15 bis 20 Sekunden lang, in schneller Abfolge.128


Seine Beschreibung des Tatablaufs ist weder mit seiner Videoaufzeichnung noch mit Schilderungen anderer Zeugen vereinbar. Aus dem Video kann nicht erkannt werden, dass der Lastwagen auf seinem letzten Abschnitt Zick-Zack fuhr. Es ist auch seltsam, dass die Menschenmenge nicht den Lastwagen bemerkte, obwohl schon Schüsse aus der Seite des heranfahrenden Lastwagen gefallen  waren.


(j) Ein Augenzeuge namens Cyprien erzählte: “Wir haben versucht, zusammen mit dem Fahrer [des Lastwagens] zu sprechen, damit er anhalte. Er erschien nervös. [...] Ich hatte sogar Zeit, das Gesicht des Fahrers zu beobachten. Er trug einen Bart und schien sich zu amüsieren.”129 Wenn der Fahrer tatsächlich amüsiert aussah, deutet es darauf hin, dass er unter Drogeneinfluss handelte. Ein anderer Augenzeuge namens Romain erzählte der Tageszeitung Libération dagegen, dass er den Fahrer auch gesichtet habe, aber er wäre „rasiert, auf den Backen sowie auf dem Kopf“ gewesen. Bart? Glatze? Erfundene Geschichten?


(k)  Mehrere Augenzeugen berichteten, dass Passanten “wie Kegel” umgefallen oder “durch die Luft geflogen” sind. Diese Beschreibung ist so seltsam, dass ich nach ähnlichen Zeugenaussagen von vergangenen Ereignisse weltweit gesucht habe. Ich fand nur zwei ähnliche Beschreibungen, merkwürdigerweise beide aus Las Vegas, einmal aus dem Jahr 2007130 und die zweite von 2015.131 Beide Fälle eigneten sich praktisch an derselben Stelle in der Stadt, vor dem Hotel-Casino Paris Las Vegas.  Am 20. Dezember 2015 gegen Abend soll eine junge Frau namens Lakeisha Holloway in eine Menschenmenge mit ihrem Pkw gerast sein, eine Frau getötet und 37 Passanten verletzt haben. Augenzeugin Rabia Qureshi aus Wisconsin erklärte gegenüber dem Sender NBC KSNV, dass "menschliche Körper wie Bowling-Kegel [aussahen.] Man würde glauben, dass es eine Show war, weil wir in Vegas uns befinden. Aber dann sah ich einige Leute in die Luft fliegen.” Aber es gab weitere Ähnlichkeiten zum Ereignis in Nizza: (1) Die Polizei in Las Vegas sagte, dass die Fahrerin zwei oder drei Mal auf den Gehweg schwenkte; (2) Unter Berufung auf einen Zeugen, berichtete 8 News NOW, dass  “einige Männer versucht haben, das Auto zu stoppen”132 in dem sie auf die Fenster schlugen;133 (3) Die Ermittler konnten sich ursprünglich nicht entscheiden, ob sie das Ereignis als eine Mordtat oder einen Terrorakt bezeichnen sollten; (4) Die Motive der mutmaßlichen Täterin blieben im Dunkeln; (5) Sogar der Tatort weist Ähnlichkeiten zur Nizzaer Promenade auf (siehe Abbildung). Wer dazu noch die Stelle der Tat als Anspielung auf Frankreich (Hotel-Casino Paris) verstehen will, darf es meinetwegen tun.


Es wird aber noch interessanter. Lakeisha Holloway, die Fahrerin in Las Vegas, erhielt im Jahre 2012 eine behördliche Auszeichnung als Vorbild für High-School-Studenten, die aus der Drogenszene ausbrechen. Auf Ersuchen der Organisation Judicial Watch kam ans Tageslicht, dass Holloway einen guten Posten im öffentlichen Dienst und mehrere Gehaltserhöhungen in kurzer Zeit erhielt.134 Sie wurde offensichtlich von einer höheren Stelle befördert. Im Jahr 2012 erreichte ihr Grundgehalt $26.284. Aber in Mai 2012 gab sie ihren guten Job aus unerklärlichen Gründen auf. In den Akten, die Judicial Watch erhielt, ist der Kündigungsgrund als Verschlusssache geschwärzt. Ihre Spuren verloren sich bis zum Ereignis in Dezember 2015. Sie stellte sich nach dem Ereignis freiwillig den Behörden, wurde verhaftet, angeklagt und einem Richter vorgeführt. Er lehnte allerdings eine Gerichtsverhandlung ab und verordnete ihre Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt. Damit konnten die Behörden die Aufklärung der Ereignisse verhindern. War das Ereignis in Las Vegas vom Dezember 2015 möglicherweise ein Testlauf für Nizza?   ---> 10 Punkte.


Ergebnis: 90 Punkte. Die Anschläge von Nizza vom 14. Juli 2016 waren sehr wahrscheinlich eine verdeckte Staatsoperation. 


Anmerkungen



Adrien Sénécat, Attentat de Nice : les réponse à vos questions, Le Monde, 19.7.2016, =2180.

2 Marie Merdrignac, Après l'attaque de Nice, les rumeurs se propagent sur Internet, Ouest-France, 15.7.2016, =2181.

L'Etat islamique revendique la tuerie de la Promenade des Anglais, Imazpress, 16.7.2016, =2136; auch L’EI revendique la tuerie de Nice, Le Point (AFP), 16.7.2016, =2147; auch Ambiguïté autour de la revendication de Daech, Slate, 16.7.2016, =2182.

Christian Estrosi: "des armes lourdes" dans le camion, Le Parisien, 15.7.2016, =2183.

Ebd. =2183.

Zweites Schweizer Todesopfer – Attentäter identifiziert – 10 Minderjährige unter Opfern, NZZ, 15.7.2016, =2188.

Suzanne Klaiber & Lea Kosch, Französischer Premierminister Valls: Täter hatte Verbindungen zum radikalen Islamismus, Huffington Post, 15.7.2016, =2189.

8 Jabeur Lahouij Bouhlel : On n'a pas reçu 100.000 euros, FM Jawhara, 17.7.2016, =2236.

Angela Charlton, Nice attacker Mohamed Lahouaiej Bouhlel: the undercover jihadist? The Sydney Morning Herald, 25.7.2016, =2190.

10  Attack on Nice: Who was Mohamed Lahouaiej-Bouhlel? BBC, 19.8.2016, =2191.

11  Ebd. =2191.

12  Ebd. =2191.

13  French police search home of suspected attacker, Middle East Eye, 15.7.2016, =2137.

14  Attentat de Nice: des décapiteurs de Daech félicitent Bouhlel, Le Parisien, 20.7.2016, =2152.

15  Sasan Abdi-Herrie et al, Was wir über den Anschlag von Nizza wissen, Zeit Online, 16.7.2016, =2192.

16  Ebd. =2192.

17  Sécurité à Nice: pour Eric Ciotti, les "mauvaises réponses" du ministère de l'Intérieur ont "créé un doute", BFM-TV, 25.7.2016, =2193.

18  Nice, 202 blessés, l'auteur formellement identifié, Nice-Matin, 16.7.2016, =2122.

19  Polizistin beklagt Einflussnahme, NTV, 25.7.2016; Kim Willsher, French minister sues police officer over Nice Bastille Day claims, The Guardian, 24.7.2016.

20  "La police nationale était peut-être là mais je ne l'ai pas vue sur les vidéos", Le Républican Lorrain, 24.7.2016, =2257.

21  Christel Brigaudeau, Attentat de Nice : à l'hôpital des enfants, le plus jeune blessé n'a que 6 mois, Le Parisien, 16.7.2016, =2217; «Il y avait des enfants partout», 20 minutes, 16.7.2016, =2218; Marie Vaton, Attentat de Nice : le jour d'après, la ville essuie ses larmes, Nouvel Obs, 15.7.2016, =2219; Mathilde Lemaire, La longue convalescence des rescapés de l'attentat de Nice, France Inter, 14.8.2016, =2221; «On ne réfléchit pas, on court», France Guyane, 16.7.2016, =2222; Injured Australians describe attack horror, Sky News, 15.7.2016, =2223; 14-Juillet à NICE, une nuit de terreur, Presse Agence, 15.7.2016, =2224.

22  "On verra quelles sont les victimes indirectes : des enfants piétinés par la foule" @gkierzek #E1matin #Nice06, 14.7.2016, 21:51 Uhr (https://twitter.com/Europe1/status/753814109968142337), =2220.

23  Christian Estrosi: “Le drame le plus terrible qu’a connu!”, BFM-TV, 15.7.2016, =2184.

24  Nice Attack Eyewitness: ‘Most Victims Killed My Machine Gun Fire’, LBC, 15.7.2016, =2154; auch Damien Allemand, ein Journalist von Midi-Matin, beschrieb Menschen die „wie Bowling-Kegel weggeflogen“ sind ("Die Menschen sind weggeflogen wie Bowling-Kegel", Spiegel Online, 15.7.2016, =2227).

25  N52  Alissa J. Rubin et al, Terrorist Attack in Nice, France, Leaves 84 Dead and 202 Injured, The New York Times, 15.7.2016, =2247.

26 Attentat de Nice : un photographe se souvient, Europe Nr. 1, 16.7.2016, =2109.

27  Agnès Gruda, Nice, entre la douleur et la colère, La Presse (Canada), 19.7.2016, =2186.

28  Schüsse, Schreie, Panik: Video zeigt, wie der Lkw auf die Promenade rast, Augsburger Allgemeine, 15.7.2016, =2187.

29  Vincent Vantighem & Olivier Aballain, Attentat de Nice: Comment un camion de location est devenu une arme meurtrière, 20 minutes, 15.7.2016, =2116.

30  Zoie O’Brien, Nice Attack: Police challenged truck terrorist then let him park on prom for NINE hours, Daily Express, 15.7.2016, =2239.

31  Adrien Sénécat, Attentat de Nice : les réponses à vos questions, Le Monde, 19.7.2016, =2246.

32  Alissa J. Rubin et al, Terrorist Attack in Nice, France, Leaves 84 Dead and 202 Injured, The New York Times, 15.7.2016, =2247.

33  Aurore Malval, Ce que l'on sait de l'auteur présumé de l'attentat, Nice-Matin, 15.7.2016, =2248.

34  Vincent Vantighem, Attentat de Nice: Les trois zones d’ombre que les enquêteurs doivent encore éclaircir, 20 minutes, 15.7.2016, =2238.

35  Nice, 202 blessés, l'auteur formellement identifié, Nice-Matin, 16.7.2016, =2122.

36  So lief der Anschlag in Nizza ab, Die Welt, 15.7.2016, =2123.

37  Le récit de la terrible nuit du 14-Juillet à Nice, L’Est Républicain, 27.7.2016, =2128.

38  Nice, 202 blessés, l'auteur formellement identifié, Nice-Matin, 16.7.2016, =2122.

39  Attentat de Nice : les faits plutôt que les polémiques, L’Obs, 26.7.2016. =2104.

40  Le camion du tueur de Nice est monté sur le trottoir pour contourner le barrage de police, France-3, 16.7.2016, =2194.

41  https://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio-32491.html.

42  http://video.lefigaro.fr/figaro/video/attentat-a-nice-les-temoins-racontent-l-horreur-de-la-soiree/5036692161001/

43  Elias Davidsson, Briefe an Janine Konopka, =2256.

44  Soren Seelow, Le profil inédit de Mohamed Lahouaiej Bouhlel, auteur de l’attentat de Nice, Le Monde, 17.7.2016, =2211.

45  Pascale Égré, Attentat de Nice : 22h45, le camion fou débouche sur la promenade des Anglais, Le Parisien, 16.7.2016, =2212.

46  Attentat de Nice : le récit d'une soirée d'horreur, Europe Nr. 1, 15.7.2016, =2210.

47  Die Sendung ist nicht mehr zu finden (Stand 14.9.2016).

48  Nice attack: At least 84 killed by lorry at Bastille Day celebrations, BBC, 15.7.2016, =2141.

49  Attentat à Nice. Ce que l'on sait de l'attaque meurtrière , Ouest-France, 15.7.2016, =2214.

50  En direct - Attentat de Nice: le bilan grimpe à 84 morts, Le Figaro, 15.7.2016, =2166.

51  Der Videobeweis, Süddeutsche Zeitung, 6.9.2016, =2198.

52  Als Leute den rasenden Lastwagen bemerkten, entfachte dies eine  Lawine von Handyanrufe und Twittermeldungen seitens Polizisten, Sanitärer, Feuerwehrleuten, Journalisten und Passanten, in denen jedes Mal die genaue Zeit gespeichert wird.  Darüber hinaus beschrifteten dutzende von Sicherheitskameras die genaue Zeit auf die aufgezeichneten Bilder.

53  Aurelian Breeden & Benoît Morenne, News of the Attack in Nice, The New York Times, 15.7.2016, 10:10 AM, =2251.

54  Indemnisations: la crainte du parcours du combattant pour les traumatisés de Nice, La Croix, 17.7.2016, =2252.

55  Marie Piquemal, Attentats : comment donner un prix à une vie perdue?  Libération, 14.2.2016, =2253.

56  Christian Teevs, Der Lastwagen passte nicht ins Bild, Spiegel Online, 15.7.2016, 07:58 Uhr, =2119.

57  EBd. =2119.

58  Ein Lanze für den Unternehmerjournalismus: Richard Gutjahr in Kairo, Medial Digital, 4.2.2011, =2196.

59  Stuart Jeanne Bramhall, The Arab Spring: Made in the USA (Review of Ahmed Bensada’s Book), Global Research, 28.10.2015, =2195.

60  Thamina Stoll, Shooting in #Munich shopping mall #OEZ!! People running away to seek shelter!! Twitter (besucht am 14.9.2016), =2197 (https://twitter.com/thaminastoll/status/756523948804808708).

61 Eyewitness reports from Nice: 'Every five meters there were lifeless bodies', DW, 15.7.2015, =2138.

62  Nice attack: A firsthand account of the panic on the streets, ABC Net (Australia), 17.7.2016, =2157; und Another Terror Attack In France: Scores Killed In Nice, NPR, 15.7.2016, =2158.

63 Susanne Freitag in Nizza, 15.7.2016, =2243.

64  Terror i Nice: Mindst 84 dræbt (Dänisch), Information, 15.7.2016, =2139.

65  Eyewitness reports from Nice: 'Every five meters there were lifeless bodies', DW, 15.7.2015, =2138.

66  Le récit de la terrible nuit du 14-Juillet à Nice, L’Est Républicain, 27.7.2016. =2128.

67  A Nice, le chaos et la panique après l'attentat meurtrier sur la Promenade des Anglais, La Dépêche, 15.7.2016, =2133.

68  Eyewitness reports from Nice: 'Every five meters there were lifeless bodies', DW, 15.7.2015, =2138.

69  Ebd. =2138.

70  Attentat à Nice : "Il y a pas de mots pour dire tout ce qui s’est passé ce soir", rapporte un reporter de RTL, RTL, 15.7.2016, =2132.

71  Mary Atkinson, Tollé après un article « choquant » contre une journaliste musulmane couvrant l’attentat de Nice, Middle East Eye, 20.7.2016, =2134.

72  Alain Marschall: “On m’a raconté des scènes d’horreur” sur la promenade de Nice, BFM-TV, 15.7.2016, =2161.

73  Ambiance irréelle à #Nice où se mêlent personnes traumatisées et vacanciers partant sur la plage ou sirotant du champagne dans les hotels, Marie-Estelle Pech, Twitter, 15.7.2016, =2244.

74  Attaque à Nice : le témoignage d'un journaliste de MYTF1News présent sur place, Planet.fr, 15.7.2016, =2130.

75  SWR-Reporterin Karin Senz hat mit trauernden Jugendlichen in Nizza gesprochen, SWRinfo, Scoopnest, August 2016, =2199. Allerdings hat SWR alle Interviews mit Karin Senz aus Nizza  von  ihrer Webseite entfernt. Sie erscheinen immer noch (5.9.2016) auf einer Google-Suche. Habe eine Anfrage an ihr am 14.9.2016 gesendet.

76  Nice attack: Australians who witnessed the horror share their story, ABC News (Australia), 15.7.2016, =2140.

77  Barbara Vorsamer & Jens Schneider, Das sind die Opfer von Nizza, Süddeutsche Zeitung, 15.7.2016, =2162.

78  Attentat à Nice: le "caractère terroriste ne peut être nié" affirme François Hollande, France Soir, 15.7.2016, =2249.

79  Attentat de Nice: pour Molins, l'attaque correspond "aux appels permanents aux meurtres" des organisations djihadistes, France Soir, 15.7.2016, =2250.

80  Nice, 202 blessés, l'auteur formellement identifié, Nice-Matin, 16.7.2016, =2122.

81  Erklärung von Staatspräsident François Hollande nach den Ereignissen in Nizza, 15.7.2016, Französische Botschaft, Berlin, =2201.

82  Communiqué de presse, Jean-Marie Le Pen, 15.7.2016, 02:54 Uhr, =2203.

83  Eugénie Bastié, Attentat de Nice : une victime sur trois était musulmane, Le Figaro, 19.7.2016, =2204.

84  Communiqué de François Fillon suite à l’attentat de Nice, 15.7.2016, =2200.

85  Après l'attentat de Nice, les condamnations des politiques face à la "barbarie", Les Echos,15.7.2016, =2202.

86  David Chazan et al, Nice terror attack: 'soldier of Islam' Bouhlel 'took drugs and used dating sites to pick up men and women, The Telegraph (UK), 17.7.2016, =2156.

87  Paul Craig Roberts, The Tide is Turning: The Official Story Is Now The Conspiracy Theory, www.paulcraigroberts.org, 7.9.2016, =2118.

88  Die aggressive  Politik der USA gegenüber Kuba,  Iran, Venezuela, Libyen und Syrien zeigt, dass besonders Staaten, die sich nicht dem Willen der globalen Finanzwelt unterordnen wollen, destabilisiert oder angegriffen werden.

89  FBI rechnet nach IS-Niederlage in Syrien und Irak mit "terroristischer Diaspora", Zeit Online, 14.7.2016, =2171.

90 Attentäter identifiziert, Tagesschau, 15.7.2016, =2254.

91  Le récit de la terrible nuit du 14-juillet à Nice, Le Dauphiné, 15.7.2016, =2169.

92  Attentat à Nice: un rescapé russe témoigne, Le Courrier de Russie, 18.7.2016, =2153.

93  Vincent Vantighem & Olivier Aballain, Attentat de Nice: Comment un camion de location est devenu une arme meurtrière, 20 minutes, 15.7.2016, =2116.

94  Attentat à Nice: un Israélien diffuse une étrange vidéo, Panamza, 15.7.2016, =2216 (http://www.panamza.com/150716-nice-israel-video/).

95  Siehe insbesondere Blandine Le Cain, Pourquoi tant de rumeurs naissent-elles pendant les attentats? Le Figaro, 20.7.2016, =2178.

96  Aline Teston, Attentat de Nice : les déclarations du procureur de la République de Paris, François Molins, Public, 15.7.2016, =2205.

97  En direct - Attentat de Nice: le bilan grimpe à 84 morts, Le Figaro, 15.7.2016, =2166.

98  Richard K. Breuer, Der Terroranschlag in Nizza vom 14. Juli 2016 und die Widersprüche - Eine Analyse! 30.8.2016, =2179.

99  Ebd.

100 Paul Barelli & Yves-Michel Riols, Attentat à Nice: la ville s’était pourtant préparée, Le Monde, 15.7.2016, =2258.

101  Richard K. Breuer, Anm. 98, =2179.

102  Attentat de Nice: La discothèque le High Club transformée en hôpital de fortune, 20 minutes, 18.7.2016, =2206.

103  Attentat à Nice: une boîte de nuit transformée en hôpital d'urgence, BFM-TV, 18.7.2016, =2008.

104  Fabien Binacchi, Découvrez le «hit de l'été» des pompiers pour promouvoir leur bal, 20 minutes, 30.5.2016, =2209.

105  Attentat de Nice: hôtels et hôpitaux ont accueilli une centaine de blessés, Le Journal du Médecin, 15.7.2016, =2207.

106  Ebd.

107  Siehe Bilder von bedeckten Leichen, Nizza, 14-15.7.2016, =2165.

108  Richard K. Breuer, Anm. 98, =2179.

109  Marc Nüßen, Todesfestellung, Recht im Rettungsdienst, =2143.

110  "Un véritable carnage", "des scènes totalement surréalistes" : les premiers témoignages de l'attaque de Nice, Le Vif, 15.7.2016, =2215.

111 Alain Auffray et al, Nice, la nuit de l’apocalypse, Libération, 15.7.2016, =2240.

112  Fabien Binacchi, Attentat de Nice: «Dès que je croise un camion, j’ai l’impression qu’on va me tirer dessus», 20 minutes, 15.7.2016, =2150.

113  Le récit de la terrible nuit du 14-juillet à Nice, Le Dauphiné, 15.7.2016, =2169.

114  Attaque à Nice: "Le bilan est encore très incertain mais il est extrêmement lourd", BFM-TV, 14.7.2016, =2168.

115  Le récit de la terrible nuit du 14-juillet à Nice, Le Dauphiné, 15.7.2016, =2169.

116  Ebd. =2169.

117  Audrey Garric, Au CHU de Nice après l’attentat: ‘C’est comme s’il y avait eu cent accidents de voiture’, Le Monde, 16.7.2016, =2144.

118  Arnaud Vaulerin, J’ai descendu la Promenade et c’était une scène de guerre, Libération, 15.7.2016, =2146.

119  Barbara Vorsamer & Jens Schneider, Das sind die Opfer von Nizza, Süddeutsche Zeitung, 15.7.2016, =2162.

120  Attentat à Nice: le bilan passe à 85 morts, Le Monde, 5.8.2016, =2167.

121  Attentat de Nice: qui sont les victimes? Le Figaro, 27.7.2016, =2163.

122  Attentat de Nice : quatre Tunisiens tués, cinq portés disparus , Europe Nr. 1, 27.7.2016, =2164.

123  La ville de Nice a honoré Franck, Gwenaël et Alexandre, ses trois héros de l'attentat, Nice-Matin, 26.7.2016, =2237.

124  Aussagen von Franck und Alexandre Migues (oder Nigues) über ihre Versuche den Lkw zu stoppen. =2255.

125  Kimiko De Freytas-Tamura, For One Man, Three Seconds to Safety, The New York Times, 15.7.2016, =2148.

126  http://www.lemonde.fr/les-decodeurs/article/2016/07/16/attentat-de-nice-une-video-manipulee-fait-croire-que-le-terroriste-a-ete-capture-vivant_4970688_4355770.html#1vG4EV0B4JmvJP2U.99.

127  Le récit de la terrible nuit du 14-juillet à Nice, Le Dauphiné, 15.7.2016, =2169.

128  Kevin Knitterscheidt, Die Panik begann mit den Schüssen, Handelsblatt, 15.7.2016, Hervorhebung von E.D.,=2100. 

129  Marie Vaton, Attentat de Nice : "Le camion était presque sur nous, j'ai vu le visage du conducteur", L’Obs, 15.7.2016, =2226.

130  12 hit by car on Strip, Las Vegas Review-Journal, 20.9.2007, =2230.

131 Alex Johnson, Las Vegas Sidewalk Crash: One Dead, Dozens Hurt in 'Intentional Act', NBC News, 21.12.2015, =2228.

132 Las Vegas car crash: Police say woman with toddler aboard 'intentionally' rams dozens of pedestrians, ABC News (Australia), 21.12.2015, =2229.

133 Regina F. Graham et al, Female driver, 24, who 'intentionally plowed into Vegas Strip crowd' outside Miss Universe pageant killing mom-of-three was living in her car with toddler, three, Mail Online, 22.12.2015, =2231.

134 JW Probe: Govt. Hired, Rewarded Vegas Killer Lakeisha Holloway after Putting Her through At-Risk Youth Program, Judicial Watch, 24.2.2016, =2232.